In diesem Bericht möchte ich über eine Reise informieren, gute Freunde von mir angetreten sind und bei der ich in die Vorbereitung und Umsetzung eingebunden war. Wie ihr aus einem meiner letzten Artikel wisst, war ich mit der D-EWEH bereits in Griechenland und von dort ist es nach Israel nicht mehr so weit, obwohl eine Menge Wasser noch zu überqueren ist. Herausfordernder als der reine Flug ist sicherlich die dazugehörige Flugvorbereitung und das einholen der Lande-, Park- und Einfluggenehmigungen. Eine kleine Nachlässigkeit am Ende der Reise bei der Rückkehr nach Deutschland hat dann tatsächlich noch zu etwas Ärger geführt, der aber schlussendlich mit dem Versprechen sich das nächste Mal an die Verfahren zu halten gelöst werden konnte. 

Nach dem die Genehmigung für den Einflug in Israel vor lag, konnten alle anderen organisatorischen Vorbereitungen zügig abgeschlossen werden. Auf Grund der guten Kontakte in Israel konnte sogar ein VFR Inlandsflug umgesetzt werden, da ein Israelischer Pilotenfreund von Tel Aviv mit ans Tote Meer mitflog. Ein Detail, das mich besonders schmunzeln ließ, ist die zur Einfluggenehmigung versanden Sicherheitsfragen, sollte der Pilot das Einflugcodewort vergessen, werde ihm vor es ernst wird folgende Fragen wohl gestellt:

Zu der Vorbereitung gehörte auch der Abschluss einer Kriegs- und Risikodeckung für die DA40 und unter anderem die Anmietung eines kleinen Rettungsfloßes, da die Flugstrecke ab Griechenland über längere Wasserstrecken führte.
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Am 08. Juni 2018 begann dann die Israel Reise von Guy, Alex und seiner Freundin in EDMQ. Zur Passkontrolle ist die Polizei von Rain vorbei gekommen und die D-EWEH steuerte ihr erstes Ziel Brac (LDSB) in Kroatien an. Der Flug über den Alpen war anspruchsvoll und vom ausweichen von Gewitterzellen geprägt. Hier hat das Satellitenmodul der EH wichtige Wetterdaten immer wieder aktuell ins Cockpit der DA40 geliefert und erleichterte das Flugvorhaben erheblich. Allerdings musste der Tankstopp von Brac nach Split verlegt werden, da die Piste in Brac durch ein über die Landebahn gerutschtes Flugzeug gesperrt war. Nach einem Mittagessen und einem kurzen Aufenthalt flog die Crew direkt weiter nach Ioannina (LGIO) zur Wiedereinreise in die EU.
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In Ioannina war ein Tag Flugpause geplant, um die Meteora Klöster zu besuchen. Dabei wurde selbstverständlich die regionale Griechische Küche ausgiebig getestet. Die Landschaft um die Klöster der Region sehen toll aus. Ein absolut lohnender Zwischenstopp auf dem, Weg nach Israel.

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Am 10.06.2018 flog die Crew weiter nach Kreta zum Tankstopp am Flughafen von Sitia (ICAO Code LGST) und danach ziemlich lange übers Wasser nach Zypern (LCLK). Nach einer weiteren Nacht auf Zypern startete die Crew zum letzten Leg nach Israel und landete auf einem kleinen Flugplatz südlich von Haifa. Dort wurde nach der Landung das komplette Gepäck ausgeladen und ein befreundeter Israelischer Pilot aufgenommen um nach Metzada (LLMZ) zum tiefsten Flugplatz der Welt auf -1250 ft zu fliegen.
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Hier ein paar Bilder und ein Video von der Landung in Metzada (Bar Yehuda Airfield), eine beieindruckende Landschaft!

Nach einer kleinen Wanderung auf einen Berg, der auf den Flugplatz und das tote Meer einen schönen Ausblick bot flog die jetzige vierer Crew zurück nach nach Tel Aviv (Sde Dov Airport). Auf der Rückflugstrecke durfte ein Überflug von Jerusalem gemacht werden.

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Die Rückreise erfolgte dann nach drei Tagen Aufenthalt mit vielen spannenden Eindrücken im Gepäck über Zypern nach Karpathos. Im ersten Rückflugleg konnte zunächst noch bei bestem Wetter Santorini von oben bewundert werden. Allerdings war vom griechischen Zollausflugsflugplatz Ioannina kein Weiterflug nach Brac am selben Tag möglich. Besonders dieser Flugtag war wohl vom Wetter und lokalen Gewitter herausfordernd. Am 16.06.2018 ist die Crew früh in Ioannina gestartet und war zum tanken in Brac. Von dort ist es direkt über die schöne kroatische Küstenlandschaft und die Alpen zurück nach Bayern gegangen.

Eine tolle Flugreise mit der DA40 ist zu Ende gegangen. Guy Katz und Alexander Buchberger sind von ihrem Trip nach Israel zurück. Der Rückflug der langen Strecke hat in 3 Tagen geklappt! Für die ganze Flugstrecke war die Crew knapp 30 Flugstunden in der Luft. Offensichtlich waren die Eindrücke so überwältigend, daß ein Jahr später wieder ein Flug nach Israel geplant ist.