Bekanntlich ist der Weg das Ziel! Nach diesem Motto haben wir unsere Flugreise durchgeführt. Das Wetter hat uns die ursprünglich geplante Flugstrecke das eine oder andere Mal spontan umplanen lassen. Dafür haben wir nach 5 Tagen den ersten Regentag und eine Insel in der dänischen Südsee erkundet, die wir sonst nicht besucht hätten.

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Gestartet sind wir mit unserer Diamond DA40 und einem sehr guten Freund und seiner Mooney M20J nach Wyk auf Föhr zu einem Flugplatzfest. Dort konnten wir standesgemäß neben unseren Fliegern zelten, jede Menge toller Flugzeuge bestaunen und nette Bekanntschaften schließen. Nach einem schönen Abend am Strand mit Pizza, Bier, Nachtisch und einem Hangar Frühstück am nächsten Morgen sind wir weiter nach Kopenhagen und unsere Freunde nach Hause geflogen.

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Um nach Kopenhagen zu gelangen sind wir in Roskilde gelandet und von dort mit der S-Bahn in die Stadt gefahren. Nachdem Sightseeing Programm in Kopenhagen und überteuerten Hotels war die Insel Aerø in der dänischen Südsee ein sehr schönes Kontrastprogramm. Dort konnten wir auf einem schönen Grasplatz direkt neben dem Flieger zelten. Der Flugplatz ist dafür perfekt ausgestattet. Es gab sogar eine warme Dusche und wir waren die einzigen Übernachtungsgäste am Flugplatz. Aerøskøping, das nächste Städtchen, bietet total süße Altstadthäuser direkt am Meer und ist mit Fahrrädern vom Flugplatz, die es dort zu mieten gibt, in knapp 30 Minuten zu erreichen. Areø ließ bei uns so richtig Urlaubsstimmung aufkommen.

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Von Areø hatten wir einen traumhaften Flug über eine bezaubernde Fjordlandschaft nach Stavanger. Die Flugrunde durch den Lysefjord, vorbei am Preikestolen und Kjerag Felsen, wurde uns von der norwegischen Flugsicherung in Koordination mit Stavanger Approach sofort genehmigt. Gerade dieser Flug gehört bisher zu meinen schönsten Flügen, aber es sollten noch eine Menge toller Flugerlebnisse folgen.

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Ein Tag Flugpause in Stavanger wegen einem größeren Regengebiet war nicht das schlechteste Los. Trotzdem hat es uns sehr gefreut, dass wir uns vom wechselhaften Wetter in Stavanger schnell verabschieden konnten. Am nächsten Tag führte unser Routing zuerst wetterbedingt wegen aufliegender Bewölkung nicht auf dem direkten Weg nach Fagernes, sondern zuerst wieder ein Stück der Küste entlang nach Süden und danach zwei Stunden vorbei an Kristiansand und Oslo ins zentrale Bergland Südnorwegens.

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Den Flughafen Fagernes (ENFG) konnten wir dann nur VFR benutzen, da der Platz im Sommer eigentlich geschlossen ist. Nette Flugkollegen haben uns aber aus dem umzäunten Flughafengelände entlassen und uns sogar zur Busstation in Fagernes gefahren. Von dort sind wir nochmals ca. 75 km nach Norden in den Jotunheimen Nationalpark mit einem Bus gefahren. Dort hatten wir eine traumhafte Wandertour. Die Wanderroute hatte jeden Tag neue landschaftliche Höhepunkte, wie schöne Bergseen, Gletscher und weite einsame Fjellebenen. In den fünf Tagen konnten wir sogar Rentiere aus nächster Nähe beobachten.

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Seit über einer Woche hatte es nun in Norwegen Sonne pur und wir mussten geradezu aufpassen uns keinen Sonnenbrand einzufangen. Nach der Zelttreckingtour, war unser nächstes Ziel Svolvær auf den Lofoten. Der Flughafenmitarbeiter von Fagernes ermöglichte uns vor dem Abflug Jet A1 zu tanken. So konnten wir bis Bodø fliegen und konnten uns einen Tankstopp in Trondheim sparen. Allerdings hätte es keine große Rolle gespielt, noch einmal zu landen, denn mit der Weekly Season Card, sind alle Landungen innerhalb einer Woche auf Avinor Flugplätzen in Norwegen pauschal bezahlt. Das letzte Leg von Bodø nach Svolvær wurde ein faszinierender Flug entlang der Küstenlinie der Lofoten. Bei einem lokalen Rundflug entstand sogar ein kleiner Videoclip.

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Unser Appartmenthotel in Svolvær hat sich als idealer Ausgangspunkt für verschiedene Aktivitäten herausgestellt. Zum einen konnten wir zwei schöne Wanderungen mit traumhaften Ausblicken auf die Inselwelt der Lofoten zu Fuß erreichen. Außerdem hatte die Terrasse unseres Appartments einen sehr schönen Blick auf das Hafenbecken und den zentralen Platz von Svolvær, wo der Zieleinlauf eines gerade stattfindenden Ultra-Triathlons war. Schon verrückt, was man leisten kann. 4 km schwimmen, 196 km Rad fahren und dann noch 45 km laufen und das zum Teil in der wilden Bergwelt. Der Start zum Schwimmen war morgens um 6 Uhr. Die Letzten erreichten das Ziel ca. 18 Stunden später mit Stirnlampe nachts um halb eins.

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Der Abflug aus Svolvær von den Lofoten begeisterte nochmals mit landschaftlichen Höhepunkten. Von dort flogen wir entlang der norwegischen Küste zum tanken nach Trondheim. Nach einer kurzen Pause konnten wir unsere Reise nach Bergen fortsetzen. Die norwegische Stadt hat ein wunderschönes Ensemble alter Holzhäuser, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehören.

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Am nächsten Morgen sind wir bei besten Sichtflugbedingungen in Bergen gestartet um Richtung Endelave, einer kleinen Insel in der dänischen Südsee weiter zu fliegen. Auf dem Weg dorthin hatten wir wechselhafteres Wetter und flogen nach Instrumentenflugregeln das letzte Stück in Norwegen. Bei der Landung auf Endelave (ICAO Code EKEL) hatten wir anspruchsvolle 25 Knoten Seitenwind. Die Insel ist Mitte August bereits deutlich in der Nachsaison. Am Flugplatz, wo wir zelteten, waren wir für ganze zwei Tage die einzigen Gäste. Nach zwei ruhigen Nächten auf Endelave, wo wir nochmals mit Rädern die Insel erkundeten, starteten wir unseren Heimflug über Berlin nach Donauwörth. Gerade in Norwegen mit wechselhaftem Wetter auf verschiedenen Flugstrecken hat sich unsere jüngste Erwerbung, eine Wetterbox mit der Möglichkeit über Satellitenverbindung Radar und Wolkenbilder zu laden, als sehr angenehme und für die Flugdurchführung positive Errungenschaft bewährt.

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